Ich glaub’ mich knutscht ein Elch!

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Film
Titel Ich glaub’ mich knutscht ein Elch!
Originaltitel Stripes
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge 118 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Ivan Reitman
Drehbuch Len Blum,
Daniel Goldberg,
Harold Ramis
Produktion Daniel Goldberg,
Ivan Reitman
Musik Elmer Bernstein
Kamera Bill Butler
Schnitt Harry Keller
Besetzung

Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! (Originaltitel: Stripes) ist eine US-amerikanische Komödie von Ivan Reitman aus dem Jahr 1981. Der Film hatte seine Premiere am 17. Dezember 1981 in den bundesdeutschen[2] Kinos.

John Winger, der Job und Freundin am selben Tag verloren hat, beschließt seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Er überredet seinen Freund Russell Ziskey, mit ihm in die US Army einzutreten. Wingers losem Mundwerk und seiner respektlosen Haltung wird seitens des Ausbilders Sergeant Hulka mit verschärftem Drill begegnet. Kommandeur Captain Stillman erweist sich als inkompetent, und die Mehrzahl der Rekruten sind eher schlichte Gemüter. Einziger Lichtblick während der Grundausbildung sind die Militärpolizistinnen Stella Hansen und Louise Cooper. Die beiden Freundinnen greifen Winger und Ziskey zwar wiederholt auf, geben aber ihren romantischen Gefühlen Vorrang vor der militärischen Ordnung.

Als Hulka kurz vor Ende der Ausbildung bei einer Übung verletzt wird, übernimmt Winger den Drill seiner Kameraden und führt das Ergebnis am Paradetag einem verblüfften Publikum vor. General Barnicke ist begeistert und schickt die Einheit unter dem Kommando Stillmans nach Italien. Zusammen mit dem genesenen Hulka sollen sie dort das EM 50 präsentieren, ein gepanzertes und schwer bewaffnetes Wohnmobil. Als Winger und Ziskey erfahren, dass die beiden Militärpolizistinnen zur selben Zeit in Deutschland sind, entwenden sie das EM 50, um die beiden zu besuchen. Stillman, der den Vorfall vertuschen möchte, folgt ihnen mit dem Rest der Einheit. Aus Versehen überschreitet die Truppe allerdings den Eisernen Vorhang und wird in der Tschechoslowakei von der Sowjetarmee gefangen genommen. Lediglich Hulka kann sich dem Zugriff entziehen und einen Notruf absetzen.

Im EM 50 fangen Winger und seine drei Mitstreiter den Hilferuf auf und eilen zur Rettung der Kameraden. Das hochgerüstete Wohnmobil erweist sich als unschlagbare Waffe, und allen gelingt die Flucht. Zurück in der Heimat werden die Soldaten als Helden und Medienstars gefeiert, Hulka quittiert den Dienst und Stillman wird in die Nähe von Nome, Alaska strafversetzt.

Synchronisation

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Es gibt seit der DVD-Version 2005 zwei Synchronfassungen. Die zweite entstand bei der Scalamedia, München. Arne Elsholtz schrieb das Dialogbuch und führte Regie.[3] Die Neusynchronisation wurde notwendig, da die Erstversion die Dolby-Digital-Bearbeitung nicht unterstützte (ähnlich wie beim Film Saturday Night Fever).

Rolle Darsteller Synchronsprecher (Kino 1981)[4] Synchronsprecher (DVD 2005)
John Winger Bill Murray Sigmar Solbach Arne Elsholtz
Russell Ziskey Harold Ramis Tonio von der Meden Marcus Off
Sgt. Hulka Warren Oates Klaus Löwitsch Gudo Hoegel
Dewey „Ox“ Oxberger John Candy Michael Habeck Claus Brockmeyer
Elmo Judge Reinhold Christian Tramitz Johannes Raspe
Capt. Stillman John Larroquette Hans-Michael Rehberg Mike Carl
Pvt. „Cruiser“ John Diehl Markus Stollberg Pascal Breuer
Louise Sean Young Helga Anders Alexandra Ludwig

Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! erhielt in den Vereinigten Staaten überwiegend positive Kritiken und erzielte auf Rotten Tomatoes eine Wertung von 86 % basierend auf 36 Rezensionen.[5]

Roger Ebert bewertete die Komödie in der Chicago Sun-Times vom 1. Januar 1981 mit 3,5 von 4 Sternen und nannte sie einen „anarchischen Tölpelfilm“, der alles feiere, was „respektlos“, „rücksichtslos“, „töricht“, „undiszipliniert“ und manchmal „skatologisch“ sei. Bill Murray und Harold Ramis würden ein „wundervolles“ Team abgeben.[6]

„Eher läppische als vergnügliche Militärfarce, der es trotz bemüht chaotischer Komik nicht gelingt, Militarismus und platte Feindbilder zu entlarven.“

Lexikon des internationalen Films[7]
Die hier zu findenden Aussagen sollten mit reputablen Belegen versehen und an passenden Stellen des Artikels untergebracht werden (siehe auch die Ausführungen in den Formatvorlagen Film und Fernsehsendung, frühere Diskussionen zu dem Thema und die Empfehlungen zum Aufbau eines Artikels und zur Zurückhaltung bei Listen).
  • Die Szenen beim „Schloss von Hapsburg“ wurden nicht in Deutschland gedreht. Es handelt sich um das Greystone Mansion in Kalifornien.[8] In einer etwa 30 Sekunden langen Szene an diesem Schauplatz werden einige Deutschland betreffende Filmklischees komprimiert: John verwendet die Begriffe „Dankeschön“, „Volkswagen“, „Schnitzel“ und Hänsel und Gretel, und zwei Autos tragen Nummernschilder mit den Buchstaben WH und SS.
  • Der Film spielte ca. 85 Millionen US-Dollar ein und war der fünfterfolgreichste Film des Jahres 1981 in den USA.[9]
  • Es gab zwei Versionen des Films. Die längere Fassung enthält Szenen im lateinamerikanischen Dschungel: Nachdem sich John und Russell unerlaubt in ein Flugzeug mit einer Spezialeinheit gesetzt haben, landen sie bei Rebellen, denen sie einige Drogen schenken und durch Ablenkung mit einem Lied entkommen können.

Einzelnachweise

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  1. Freigabebescheinigung für Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2005 (PDF; Prüf­nummer: 52 819 DVD).
  2. Filmplakat auf filmposter-archiv.de
  3. Ich glaub’ mich knutscht ein Elch – DVD Version. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 3. Februar 2021.
  4. Ich glaub’ mich knutscht ein Elch – Kinoversion. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 3. Februar 2021.
  5. Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! bei Rotten Tomatoes (englisch)
  6. Filmkritik von Roger Ebert
  7. Ich glaub’ mich knutscht ein Elch! In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 15. Juni 2024.
  8. Spook Central - California -- Gracie Mansion. In: www.theraffon.net. Abgerufen am 27. Dezember 2016.
  9. Einspielergebnisse (engl.)