Air-Vietnam-Flug 706

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Air-Vietnam-Flug 706

Eine Boeing 727 der Air Vietnam

Unfall-Zusammenfassung
Unfallart Kontrollverlust
Ort Phan Rang-Tháp Chàm, Ninh Thuận, Südvietnam
Datum 15. September 1974
Todesopfer 75
Überlebende 0
Luftfahrzeug
Luftfahrzeugtyp Boeing 727-121C
Betreiber Air Vietnam
Kennzeichen XV-NJC
Abflughafen Flughafen Da Nang, Südvietnam
Zielflughafen Flughafen Tan-Son-Nhat, Südvietnam
Passagiere 67
Besatzung 8
Listen von Luftfahrt-Zwischenfällen

Der Air-Vietnam-Flug war ein Flug einer Boeing 727 der Air Vietnam von Đà Nẵng nach Saigon. Die Maschine stürzte nach einer Entführung am 15. September 1974 nahe einem Militärflughafen in Phan Rang–Tháp Chàm, Ninh Thuận, ab.

Le Duc Tan, der Täter, war ein Ranger in der südvietnamesischen Armee, der kurz vor dem Vorfall aufgrund des Diebstahls von zwei Autos in Đà Nẵng vom Hauptmann zum Leutnant degradiert worden war. Er passierte unbehelligt die Sicherheitskontrollen im Flughafen Da Nang und gelangte in das Flugzeug. Nach dem Abflug entführte er die Boeing 727 mit Hilfe von zwei Granaten. Er verlangte, nach Hanoi in Nordvietnam geflogen zu werden.

Aus unbekanntem Grund näherte sich das Flugzeug einem Militärflughafen in Ninh Thuận, brach die Landung jedoch ab. Die Piloten initiierten eine Linkskurve. Während dieses Manövers verloren sie die Kontrolle über das Flugzeug, welches kurz darauf aus einer Höhe von 300 Metern abstürzte.

Alle 67 Passagiere und 8 Crewmitglieder starben, kein Insasse überlebte.

Die genaue Ursache des Absturzes blieb unbekannt. Es wird vermutet, dass der Entführer Le Duc Tan seine Granaten zur Detonation brachte, nachdem die Piloten sich geweigert hatten, seinen Forderungen nachzukommen.[1]

Einzelnachweise

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  1. Absturzdetails im Aviation Safety Network. Abgerufen am 13. Mai 2018.