Balthasar II. von Dalberg

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Wappenscheibe des Balthasar von Dalberg

Balthasar II. von Dalberg[1] († 17. Dezember 1607[2], bestattet in Steinheim) war ein Spross der Familie von Dalberg. Er war kurmainzischer Beamter.

Balthasar II. von Dalberg heiratete am 4. Oktober 1599 Anna Margareta, Tochter von Hartmann XIV. von Cronberg und Margareta, geborene Brendel von Homburg. Hartmann XIV. von Cronberg war kurmainzischer Rat und Amtmann in Rieneck, Hofheim und Höchst. Anna Margareta heiratete nach dem Tod von Balthasar II. im Februar 1614 erneut. Ihr zweiter Mann war Johann Karl Graf von Schönburg-Malatour-Saulcy[3], der 1640 in Madrid verstarb.[4] Sie starb am 20. Juni 1616[5] oder am 28. Juni 1616[6] und wurde ebenfalls in Steinheim beigesetzt.[7] Hier war ihre Schwester, Anna (* nach 1565[8], † 1619[9]), mit Jost Philipp von Bicken (* 1567[10]) verheiratet, der ebenfalls kurmainzischer Rat und Oberamtmann in Steinheim war.

Eine Tochter aus der Ehe mit Balthasar II. heiratete Jodokus von Bicken, den späteren Amtmann des Amtes Steinheim.[11]

Ab 1579 ist Balthasar II. von Dalberg dokumentiert.[12] Er war kurmainzischer Rat und von 1602 bis 1605 als Nachfolger von Wolff Eberhard von Ehrenberg Oberamtmann in Miltenberg.

Im Sitzungssaal des Rathauses von Bürgstadt befindet sich seine Wappenscheibe. Als Amtsträger des Erzstifts Mainz war er auch für Bürgstadt zuständig. Die Umschrift lautet: „BALTHASAR KÄMMERER VON WOMBS GENANNDT VON DALBERG CHURF-MEINTZ AMBTMANN Z. MILT.“

(nach Autoren / Herausgebern alphabetisch geordnet)

  • Friedrich Battenberg: Dalberger Urkunden. Regesten zu den Urkunden der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg und der Freiherren von Dalberg 1165–1843 Band 14/3: Corrigenda, Indices und Stammtafeln (v. Dalberg und Ulner von Dieburg) = Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 14/3. Darmstadt 1987. ISBN 3-88443-238-9
  • Johannes Bollinger: 100 Familien der Kämmerer von Worms und der Herren von Dalberg. Bollinger, Worms-Herrnsheim 1989. Ohne ISBN.
  • Markt Bürgstadt (Hrsg.): 400 Jahre Historisches Rathaus Bürgstadt am Main. Markt Bürgstadt 1992. Ohne ISBN, S. 63.
  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln. Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Neue Folge, Bd. 9: Familien vom Mittel- und Oberrhein und aus Burgund. Marburg 1986. Ohne ISBN, Tafeln 57.

Einzelnachweise

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  1. Ordnungszahl nach Bollinger, S. 10–13 (11).
  2. Angabe nach Schwennicke; nach Bürgstadt: 400 Jahre, soll er 1605 in Steinheim an der Pest gestorben sein.
  3. So: Schwennicke, Taf. 57; Bollinger, S. 50; dagegen: Battenberg: Repertorien 14/3, Taf. VII: Johann Karl von Schönberg zu Wesel.
  4. Schwennicke, Taf. 57; Bollinger, S. 50.
  5. Schwennicke, Taf. 57.
  6. Battenberg: Repertorien 14/3, Taf. VII.
  7. Schwennicke, Taf. 57.
  8. Bollinger, S. 46.
  9. Battenberg: Repertorien 14/3, Taf. VII.
  10. Battenberg: Repertorien 14/3, Taf. VII.
  11. Bürgstadt: 400 Jahre.
  12. Battenberg: Repertorien 14/3, Taf. VII.