Barnim-Gymnasium Berlin

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Barnim-Gymnasium Berlin
Ansicht von der Ahrensfelder Chaussee
Schulform öffentliches Gymnasium
Schulnummer 11Y09
Gründung 1993
Adresse Ahrensfelder Chaussee 41
13057 Berlin
Ort Berlin-Falkenberg
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 34′ 9″ N, 13° 32′ 58″ OKoordinaten: 52° 34′ 9″ N, 13° 32′ 58″ O
Träger Land Berlin
Schüler 1.070 (2021/2022)[1]
Lehrkräfte 91 Lehrer + 2 Lehramtsanwärter + 1 Pädagogische Unterrichtshilfe (2021/2022)[1]
Leitung Sebastian Koven
Website barnim-gymnasium.net

Das Barnim-Gymnasium Berlin ist ein öffentliches Gymnasium im Ortsteil Berlin-Falkenberg in Berlin. Es ist mit etwa 1000 Schülern eines der größten Gymnasien der Stadt und das größte im Bezirk Lichtenberg.

Am 5. August 1993 wurde im Bezirk Hohenschönhausen, hervorgegangen aus einer Filiale des Pestalozzi-Gymnasiums, das fünfte Gymnasium eröffnet. Etwa 300 Schüler und zwölf Stammlehrer sowie neun Lehrer benachbarter Schulen unterrichteten zunächst in Unterrichtsräumen verschiedener Schulen.

Im August 1992 begannen die Planungen für einen Schulneubau, die Grundsteinlegung erfolgte am 26. Juni 1996, die Übergabe im September 1998. Architekt war Stefan Scholz.[2][3][4][5][6] Im Inneren des Schulgebäudes befinden sich Wandskulpturen des japanischen Künstlers Mutsuo Hirano,[7] Betonfresken mit Bildmotiven von Thomas Lange[8] und seit 2017 eine Lichtinstallation von Lynn Weirich. Das Gebäude wurde Behindertengerecht konzipiert. Seit dem Schuljahr 1997/98 werden Jugendliche mit Körperbehinderung integriert. Seit 2001 ist die Schule Mitglied im nationalen Exzellenz-Netzwerk für Schulen mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt, MINT-EC. Schülerinnen und Schüler erhalten hierdurch die Möglichkeit, das hochwertige MINT-EC-Zertifikat zu erwerben. Im Jahr 2002 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Stauffenberg-Gymnasium, 2005 mit dem Descartes-Gymnasium.[9] Der Name der Schule geht auf die leicht wellige Landschaft, die hinter der Schule ihren Anfang nimmt und Barnim genannt wird, zurück.

Seit dem Schuljahr 2011/12 ist das Barnim-Gymnasium Berlin „Offene Ganztagsschule“. Neben dem warmen Mittagessen in der Mensa gibt es in der Cafeteria „Barnim-Café“ warme und kalte Speisen sowie Getränke. Die Basis des Offenen Ganztags ist die partnerschaftliche Kooperation zwischen dem Barnim-Gymnasium Berlin und dem Kietz für Kids Freizeitsport e.V. Die Bibliothek steht den Schülern ganztägig bis 16.00 Uhr zur Verfügung und ist neben der Computernutzung und gemeinsamen Spiel (Auswahl an Gesellschaftsspielen) ein Raum für soziale Erfahrungen.

Die dritte Säule des Ganztagsbetriebs bilden das Lernstudio und die Förderkurse, angeboten durch Schlaufuchs Berlin.[10] Schüler der Oberstufe und Studenten, größtenteils ehemalige Barnim-Schüler, betreuen an mehreren Wochentagen in der Schule bei Hausaufgaben, Vorbereitung auf Leistungskontrollen sowie Prüfungen. Außerdem gibt es u. a. in den Schulferien Förder- und Vorbereitungskurse für die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss und Abitur.

Die Schulsozialarbeiter – darunter eine vietnamesisch-deutsche Kulturdolmetscherin – betreuen die Bibliothek, begleiten u. a. die Willkommensschüler, wirken mit beim Sozialkompetenztraining während der Methodenwoche in Klasse 7, stehen auch bei Prüfungssituationen zur Seite, führen Elterngespräche und begleiten Klassenfahrten oder organisieren und begleiten die Seminarfahrt der Schülervertretung.

Der Förderverein des Barnim-Gymnasiums wurde 1996 gegründet. Der Verein unterstützt die Schule bei der Organisation der Bläserklassen, im Ganztagsbetrieb, bei Schulbällen, Konzerten, den Kunst- und Theaterwochen, bei Sportveranstaltungen und durch den Lernmittelfonds.

Die Jugend-Web- und Fernsehserie Druck spielt am Barnim-Gymnasium und wurde teilweise auch dort gedreht.[11]

Personen, die mit dem Barnim-Gymnasium Berlin verbunden sind

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Einzelnachweise

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  1. a b Schulportrait Barnim-Gymnasium. In: bildung.berlin.de. 25. August 2021, abgerufen am 3. Juni 2022.
  2. Hans Stimmann: Die Stadt als Bauherr. In: Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Hrsg.): Foyer. Nr. I. Runze & Casper Werbeagentur GmbH, Berlin April 1994, S. 6.
  3. ifa - Deutsche Kunst im Ausland - Künstler-Architekten-Datenbank. In: kuenstlerdatenbank.ifa.de. 3. Dezember 1999, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2017; abgerufen am 15. August 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kuenstlerdatenbank.ifa.de
  4. Krzysztof Lenartowicz: O budowaniu szkoly. In: Michal Stepien (Hrsg.): Archivolta. Nr. 2. Firma Wydawniczo-Reklamowa, Kraków 2000, ISSN 1506-5928, S. 24.
  5. Hochbauamt. Bezirksamt Hohenschönhausen von Berlin, 1999, S. 33
  6. Neue Architektur Berlin 1990–2000, Herausgegeben vom Förderverein Deutsches Architektur Zentrum Berlin, Berlin 1997, S. 242
  7. Hochbauamt. Bezirksamt Hohenschönhausen von Berlin, 1999, S. 37
  8. Hochbauamt. Bezirksamt Hohenschönhausen von Berlin, 1999, S. 38
  9. Schulbroschüre des Fördervereins des Barnim-Gymnasiums, 1998
  10. Angebote am Barnim-Gymnasium – Schlaufuchs Berlin. In: schlaufuchs-berlin.de. 11. April 2016, abgerufen am 15. August 2018.
  11. Dauer-Internet-Serie aus Babelsberg. In: .maz-online.de. 12. April 2018, abgerufen am 1. Dezember 2020.