Döpshofen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Döpshofen
Wappen von Döpshofen
Koordinaten: 48° 17′ N, 10° 42′ OKoordinaten: 48° 16′ 38″ N, 10° 42′ 11″ O
Höhe: 522 m
Einwohner: 400 (2020)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 86459
Vorwahl: 08238
St. Martin in Döpshofen

Döpshofen ist ein Pfarrdorf und Ortsteil der Gemeinde Gessertshausen im schwäbischen Landkreis Augsburg in Bayern (Deutschland), das von den westlichen Wäldern umgeben ist.
Zur Gemarkung gehören auch das Dorf Weiherhof und der Weiler Engelshof.

Döpshofen liegt in den Stauden. Die Kreisstraße A 3 führt von Gessertshausen über Oberschönenfeld, Weiherhof, Döpshofen, Kreuzanger, Waldberg, Eggerhof und Klimmach und mündet in die Kreisstraße A 16.

Das Pfarrdorf Döpshofen wurde als Rodungsort gegründet. Das Patrozinium Martin von Tours lässt auf eine Gründung im frühen Mittelalter schließen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1150 als Tatehauen.[1] 1241 kaufte das Augsburger Augustiner-Chorherrenstift Heilig-Kreuz einen Hof in Döpshofen. Durch weitere Erwerbungen ab dem 14. Jahrhundert, u. a. der Vogtei, konnte das Stift bis zum 18. Jahrhundert die Grundherrschaft bzw. Niedergerichtsbarkeit über den gesamten Ort erlangen. Das Hochgericht und Jagdrecht gehörte der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau.[2]

Nach dem Reichsdeputationshauptschlusses fiel der Ort an das Kurfürstentum Bayern. Döpshofen war mit seinen Ortsteilen eine selbstständige Gemeinde und wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Mai 1978 in die Gemeinde Gessertshausen eingemeindet.[3] Die römisch-katholische Pfarrei Sankt Martin in Döpshofen gehört zur Pfarreiengemeinschaft Dietkirch im Dekanat Augsburg-Land im Bistum Augsburg. Zur Pfarrei gehören auch die Kuratie Sankt Georg in Margertshausen sowie Weiherhof.

Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Römisch-katholische Pfarrkirche St. Martin
  • Loretokapelle, erbaut 1601
  • Ehemaliges Pfarrhaus, erbaut 1696
  • Der Glaserschuster aus Döpshofen ist das letzte noch erhaltene Staudenhaus im alten Stil mit Strohdach. 1976 wurde es abgebaut und in Oberschönenfeld beim Schwäbischen Volkskundemuseum (seit 2018: Museum Oberschönenfeld) wieder aufgebaut, wo es noch heute zu besichtigen ist.[4]
  • Auf diversen Wanderwegen (zum Wandern, Joggen oder Fahrradfahren), die rund um Döpshofen liegen, kann man Ziele wie z. B. das Kloster Oberschönenfeld erreichen
Commons: Döpshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Döpshofen. In: gessertshausen.de. Gemeinde Gessertshausen, abgerufen am 11. Mai 2024.
  2. Joachim Jahn: Historischer Atlas von Bayern: Augsburg Land. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, 1984, S. 365–366.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768.
  4. Staudenhaus | Museum Oberschönenfeld. Abgerufen am 23. Januar 2020.