Diskussion:SODIS

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Letzter Kommentar: vor 3 Jahren von VanGore in Abschnitt Abkürzung umbennen?
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Antimon

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"Aktuelle Studien[9] zeigen, dass als kritische Faktoren für die vermehrte Diffusion von Antimon aus PET Flaschen eine lange Lagerung und eine erhöhte Wassertemperatur in Frage kommen. Das Eawag (Swiss Federal Institute for Aquatic Science and Technology) geht aber davon aus, dass "die Lagerung von 6 Stunden und die Temperaturentwicklung von deutlich unter 85°C keine Überschreitung der 6 ppb aus der Studie von Westerhoff et al. verursachen wird.".":

Was hier völlig fehlt, ist eine Untersuchung der Langfrist-Schädlichkeit! Was, wenn das Zeug sich im Körper ansammelt, wie die anderen Schwermetalle Blei, Cadmium, Quecksilber - schließlich kann man im Laufe des Lebens -zigtausende solcher Flascheninhalte trinken??! Entkorkator


Das Fehlen von Langzeitstudien ist natürlich ein Problem, wenn man Gesundheitseffekte gänzlich ausschliessen will. Bei der Definition der WHO Grenzwerte werden allerdings soweit wie möglich auch Langzeiteffekte berücksichtigt. Im Bezug auf Antimon kann man auf jeden Fall davon ausgehen, dass - wenn überhaupt - die Konsumenten von Mineralwasser, welches länger in PET-Flaschen aufbewahrt wurde, (also Leute im Westen oder wohlhabende Leute in Entwicklungsländerung) grössere Mengen an Antimon aufnehmen und akkumulieren als SODIS-Nutzer, die das Wasser nur jeweils 6 Stunden bis 2 Tage in den Flaschen lagern. (nicht signierter Beitrag von 152.88.145.63 (Diskussion | Beiträge) 16:45, 5. Aug. 2009 (CEST)) Beantworten

Anwendung

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Wie groß ist der empfohlene "Durchmesser einer Trinkflasche"? Es gibt Trinkflaschen aus PET bzw. Glas mit einem Inhalt von 300ml, 500ml, 1000 ml, 1.500 ml usw. 84.159.148.112 13:47, 16. Jul. 2011 (CEST) Erledigt. 84.159.148.112 14:02, 16. Jul. 2011 (CEST)Beantworten

UV-Desinfektion, Wirkweise, Filtration - Sodis

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Grundsätzliches: Bei der Desinfektion mittels UV-Licht wird die DNA der Krankheitserreger geschädigt mit dem Ziel, dass die Vermehrung verhindert wird.

1. Tatsache ist, dass für eine effektive Sterilisation mittels UV-Strahlen bei der etablierten UV-Desinfektion die "UV-C"-Strahlung verwendet wird. Diese wird mittels spezieller Strahler erzeugt. In der Natur wird diese UV-C-Strahlung durch die Ozonschicht herausgefiltert. Einzig diese spezielle 2. Für eine (nach heutigem Wissen) nötige Desinfektionswirkung ist eine Bestrahlungsintensität von 400 J/m² nötig. 3. Bei der angesprochenen UV-Bestrahlung sind Partikel im Wasser hinderlich. Dabei kann das Wasser für das freie Auge noch immer als "glasklar" erscheinen und dennoch bereits zuviel Trübstoffe enthalten, um bei der wissenschaftlich erprobten und in der seriösen Trinkwasserdesinfektion verwendeten UV-Bestrahlung eine hochwertige und umfangreiche und daher auch sichere Desinfektionswirkung zu erzielen.

In Katastrophengebieten, Entwicklungsländern als auch in unterversorgten Gebieten Indiens und anderen sind nicht nur Fäkalkeime ein Problem, sondern auch Viren. Fäkalkeime gelten lt. Trinkwasserverordnung als "Indikatorkeime". Das Vorhandensein dieser Indikatorkeime bedeutet, dass fäkale Abwässer in jenem Wasser, das als Trinkwasser genutzt werden soll, vorhanden sind. Diese Fäkalkeime können sowohl von Kühen, Ziegen als auch Mäusen, Ratten oder noch kleineren Tieren herrühren. Sehr viele der Krankheitserreger, die über das Wasser übertragen werden, werden von kranken Tieren über den Verdauungstrakt (und somit in Begleitung von Fäkalien) ausgeschieden.

Leider sind mittlerweile einige Studien veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass Krankheitserreger einen Reparaturmechanismus eingebaut haben, der es ihnen ermöglicht, sich auf DNA-Ebene selbst zu reparieren und diese Fähigkeit bei ca. 33 bis 66 % aller Krankheitserreger auch tatsächlich trotz erfolgter Desinfektion mit den UV-C-Strahlen möglich/aufrecht bleibt. Wissenschaftliche Versuche (auch im Rahmen von Dissertationen) haben gezeigt, dass dies bei einem großen Teil der dazu fähigen Keime innerhalb einiger Stunden nach erfolgter Desinfektion auch tatsächlich geschieht.

Ein anderer möglicher Weg: Durch Ultrafiltrationsanlagen wird erreicht, dass alle Arten von Krankheitserregern und Trübstoffe in einem einzigen Arbeitsgang entfernt werden. Krankheitserreger können sich somit nicht mehr reaktivieren, weil sie im Reinwasser de facto nicht mehr vorhanden sind. Somit erfolgt nicht nur eine Desinfektion, sondern eine Entkeimung. Eine nachhaltige Sicherheit ist somit einzig durch Filtration möglich; Ultrafiltration wird von führenden Experten weltweit als die Wasseraufbereitung der Zukunft bezeichnet, da sie auch punkto Sicherheit bei entsprechend gutem Anlagenbau (und das unterscheidet Billiganbieter von guten Anbieter von Ultrafiltrationsanlagen) ein bislang nicht erreichtes Maß an Sicherheit für die Gesundheit als auch die Versorgung ermöglicht.

Thema "freie Radikale": Auch dieser Punkt könnte bedenklich sein, denn gerade freie Radikale gelten in der Medizin als wesentlich mit auslösend für die Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten. Daher ist der Verzehr von Gemüse mit sogenannten "Antioxidantien" entscheidend, weil diese Antioxidantien sogenannte "Radikalfänger" sind.

Gesamt betrachtet scheint Sodis aus jetziger Sicht zwar eine gute Idee zu sein, die aber möglicherweise mehr Schaden nach sich ziehen wird, als Gutes tatsächlich tun. Für Förderer scheint es eine nette Sache zu sein, weil sie schon mit sehr wenig Geld ihr Gewissen beruhigen können; den Menschen geholfen ist damit aus heutiger Sicht nur unzureichend.

Die Durchrechnung: Für 100 Flaschen x 5 € sind das 500 Euro benötigtes Budget. Um eine hochwertige Ultrafiltrationsanlage anschaffen zu können, kommt man (bei entsprechender Unterstützung des Lieferanten, die für derartige Projekte als vorausgesetzt betrachtet werden sollte) bereits mit 4.000 Euro aus. So eine Anlage produziert selbst bei trübstoffreichstem Wasser 1.500 Liter/Stunde (je klarer das Wasser ist, desto mehr Ausbeute). Bei einem Verbrauch pro Person und Tag in der Höhe von 1,5 Liter/Tag sind das 1.000 versorgte Personen bei der Ultrafiltrationsanlage.

4.000 Euro Investition : 1.000 Personen = 4 Euro pro Person Investition in die Aufbereitungstechnik. Zusätzlich keine Anschaffungskosten für PET-Flaschen und vor allem auch kein Plastik-Müll, der erfahrungsgemäß nach Beendigung der Nutzungsmöglichkeit einfach weggeschmissen wird.

Es lohnt sich, darüber nachzudenken, was kurzfristig, vor allem auch mittel- und langfristig die bessere Möglichkeit, weil sicherer, gesünder, somit nachhaltiger, darstellt... . Siegmund Appl (nicht signierter Beitrag von 80.121.49.172 (Diskussion) 16:10, 18. Aug. 2011 (CEST)) Beantworten

5€ pro PET-Flasche ist ein bisschen hoch gegriffen, das zahlt man ja nicht mal in Deutschland :-). Berücksichtigt werden muss auch, das technische Anlagen wie die Ultrafiltrationsanlagen immer einen gewissen Grad an Organisation (Verwaltung), hohes technisches Fachwissen und ein laufendes Budget für die Instandhaltung erfordern. Und in einer Gegend, wo die Frage lautet "Nehme ich das teure Brennholz nun zum Wasser-Abkochen oder zum Essen-Kochen?" stellt sich die Frage "SODIS oder Ultrafiltration" gar nicht erst... dort sind technisch einfache Lösungen, die sich mit "Bordmitteln" realisieren lassen, die geeignete Wahl. --Zipor haNefesch (Diskussion) 14:22, 13. Feb. 2014 (CET)Beantworten
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GiftBot (Diskussion) 15:13, 20. Dez. 2015 (CET)Beantworten

Lima 10.8.2018: Praktisch keine Bakterien im SODIS-Wasser

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Ein Versuch in Lima mit 2,5-Liter-PET-Flaschen mit Wasser aus einem Wassertank (Flasche 3/4 gefüllt, 1 Min. geschüttelt und draussen bei Bewölkung 2 Tage auf einen Tisch gelegt) und eine Laboruntersuchung im Labor der Universität San Marcos (Resultat vom 10.8.2018) zeigten, dass die Belastung des Wassers mit Escherichia coli und Fäkalbakterien unter 0,3 NMP/100ml lag, was den Bedingungen für Trinkwasser entspricht (der Grenzwert ist 1,8 NMP/100ml). Da jedoch Spuren von Algen gefunden wurden, konnte der Eintrag als "Trinkwasser" nicht erfolgen. Es werden somit weitere Versuche mit neuen Proben aus anderen Wassertanks notwendig. Die Zeichen stehen gut.

Michael Palomino, 10.8.2018

--200.121.25.161 04:04, 11. Aug. 2018 (CEST)Beantworten

UV-A Ungereimtheiten

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Bei Ultraviolettstrahlung werden 380–315 nm für UV-A angegeben. Hier im Artikel aber 320–440 nm. Ist das denn nicht irgendwo einheitlich definiert? --Thirunavukkarasye-Raveendran (Diskussion) 22:56, 16. Mär. 2020 (CET)Beantworten

Abkürzung umbennen?

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Hi allerseits,

Der Artikelname ist normalerweise keine Abkürzung, sondern der voll ausgeschriebene Ausdruck, auch nutzt die englische Wipkipedia dielangform, daher wäre ich für eine Umbenennung in Solar Water Disinfection. greetz vanGore 10:18, 3. Apr. 2021 (CEST)Beantworten