Lely Kempin
Lely Kempin, geborene Hedwig Caroline Möller[1] oder Hedwig Carolin Möller[2] (* 2. August 1878 in Altona vor Hamburg; † 5. April 1971 in Celle) war eine deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Fotografin[1] sowie Illustratorin.[2]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hedwig Carolin Möller wuchs in die Gründerzeit des Deutschen Kaiserreichs hinein. In dieser Zeit heiratete sie 1905 den Celler Bergwerksdirektor Friedrich Kempin.[2]
Mitten im Ersten Weltkrieg erschien 1917 ihr Buch Haubenlerches Kriegsferien bereits in fünfter Auflage, das später Teil der Weltkriegssammlung der Deutschen Bücherei in Leipzig wurde.[3] Ebenfalls 1917 ihr illustriertes und weit verbreitetes Buch Die heilige Insel: Darin finden sich Abdrucke von Fotografien mit ihrer Tochter Elfriede, die in einem weißen Kleid und einem geblümten Oberteil zu sehen ist; das abgebildete sogenannte Inselkleid wurde später zu einer großen Modeerscheinung von Mädchen der 1920er Jahre.[2]
Andere illustrierte Werke Kempins waren zur Zeit der Weimarer Republik beispielsweise das 1921 erschienene Werk Freude – Sommerträume,[2] die 18 Lichtbilder von Lise Abt enthielt,[3] oder den 1931[2] im Verlag Velhagen & Klasing erschienenen Titel Kennst Du Deinen Garten? Mit 49 Pflanzenbildern nach Original Aufnahmen der Verfasserin.[3]
1924 regte Lely Kempin die Hildegard Staunau zur Gründung von deren kunstgewerblichen Werkstatt für kunstgewerbliche Frauenkleidung an, die daraufhin unter der Adresse Auf dem Kampe 3 in Celle eröffnet wurde.[4]
Neben ihrer schriftstellerischen und fotografischen Laufbahn entwarf Lely Kempin zudem die Vorsatzblätter für die Künstlerin Carla Meyer-Rasch, ähnlich wie diese für Kempin.[2]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Haubenlerches Kriegsferien. Mit Bilderschmuck nach Photographien der Verfasserin, in Frakturschrift, Stuttgart; Berlin; Leipzig: Union, 1917
- Die heilige Insel. Eine Sommergeschichte, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1917
- Glückliche Kinderzeit. Lichtbilder, Verse und Geschichten für kleine und grosse Kinder, 56 Seiten mit 59 Textabbildungen, 9 Einschaltbildern und einem farbigen Umschlagbild, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1918; Inhaltsverzeichnis
- 4., veränderte und ergänzte Auflage, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1922; Inhaltsverzeichnis
- Das Lebenslicht. Ein Christnachtsmärchenspiel aus der Heide. In 4 Aufzügen und 6 Bildern, 2. Auflage, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1920
- Insel des Friedens. Eine Geschichte vom Wattenmeer / von Lely Kempin. Mit 26 Abbildungen nach Lichtbildern der Verfasserin, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1921
- Freude. Sommerträume / von Lely Kempin. Mit 18 Lichtbildern der Lise Abt, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1921
- 6. Auflage unter dem Titel Freude – Sommerträume, Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1924
- Meersommer, Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1924
- Neuauflage Paderborn: Sarastro, 2012, ISBN 978-3-86471-054-4
- Tänze des Lebens / Lely Kempin, Einband, Bilder, Abbildungen und Initiale zeichnete Lilly Coing, Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1926
- Ursprung. Märchen und Legenden vom Sinn des Lebens / Lely Kempin, Den Buchschmuck mit farbigen Initialen zeichnete Karla Meyer, Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1928
- Welt im Garten. Mit 49 Lichtbildern von der Verfasserin im eigenen Garten aufgenommen, Bielefeld: Velhagen & Klasing, 1929
- Kennst Du Deinen Garten? Mit 49 Pflanzenbildern nach Original Aufnahmen der Verfasserin, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1931
- Am Meer geschrieben. Sommerbriefe an eine junge Frau. Mit 11 Meeresstrandaufnahmen der Verfasserin / Lely Kempin, Bielefeld; Leipzig: Velhagen & Klasing, 1932
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinz Kulke: Einkehr in Celle bei einer Dichterin. Lely Kempin, einst eine vielgelesene Schriftstellerin. In: Wolfenbütteler Zeitung, Beilage Heimatseite, 1975[1]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lely Kempin im FotografenWiki
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c o.V.: Kempin, Lely ( des vom 26. Oktober 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Bearbeitung vom 16. September 2015, zuletzt abgerufen am 17. Oktober 2017
- ↑ a b c d e f g RWLE Möller, Bernd Polster: Lely Kempin. In: Celle. Das Stadtbuch. ES, Bonn 2003, ISBN 3-00-012605-8, S. 170
- ↑ a b c Vergleiche die Angaben nebst Querverweisen der Deutschen Nationalbibliothek
- ↑ RWLE Möller, Bernd Polster: Hildegard Staunau, in: Celle. Das Stadtbuch. ES, Bonn 2003, ISBN 3-00-012605-8, S. 237
Personendaten | |
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NAME | Kempin, Lely |
ALTERNATIVNAMEN | Möller, Hedwig Caroline; Möller, Hedwig Carolin |
KURZBESCHREIBUNG | deutsche Künstlerin, Grafikerin und Schriftstellerin |
GEBURTSDATUM | 2. August 1878 |
GEBURTSORT | Altona vor Hamburg |
STERBEDATUM | 5. April 1971 |
STERBEORT | Celle |