Diskussion:Demokratie in der Schweiz

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Letzter Kommentar: vor 1 Jahr von SchaerWords in Abschnitt Löschung des Abschnitts „Bedrohungen“
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Mythos arme Schweiz vor 150 Jahren?

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Ich habe einige Zeitungsquellen, die aufzeigen, dass die Schweiz auch schon vor 100 und 150 Jahren relativ hohen Wohlstand erreicht hat. Es wird zwar von Armut und Hungesnöten um 1850 rum, aber dennoch scheint es wohl eher übertrieben zu sein, davon zu sprechen dass die Schweiz "das Armenhaus Europas" war. Die vergleichende neuere Forschungs gibt das wohl nicht her. Zur genaueren Bewertung müsste man wohl in «Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20.  Jahrhundert», herausgegeben von Patrick Halbeisen, Margrit Müller und Béatrice Veyrassat schauen. Zeitungsquellen: http://www.badische-zeitung.de/schweiz/worauf-der-reichtum-der-schweiz-wirklich-gruendet--112488407.html http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2013-36/mythos-arme-schweiz-die-weltwoche-ausgabe-362013.html http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/33423/war-die-schweiz-schon-vor-hundert-jahren-das-reichste-land-der-welt/ --janlo (Diskussion) 17:54, 28. Jun. 2016 (CEST)Beantworten

Im Artikel ist die arme Schweiz vor Gründung des Bundesstaates erwähnt, also vor mehr als 150 Jahren. Die rasante industrielle Entwicklung hat erst nach der Gründung des Bundesstaates, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stattgefunden, davon sprechen auch die erwähnten Zeitungsartikel. Offenbar war der Reichtum aber sehr ungleichmässig verteilt, insofern dürfte die Armut weit verbreitet gewesen sein. Einen "Mythos entlarven" scheint bei Historikern im Trend zu sein. Paebi (Diskussion) 19:32, 29. Jun. 2016 (CEST)Beantworten

Kein einziger negativer Aspekt? Schade.

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--Pedri 11:18, 9. Nov. 2011 (CET)Beantworten

Die negativen Aspekte sind bereits im Hauptartikel Direkte Demokratie unter dem Abschnitt Diskussion: Argumente für und gegen eine direkte Demokratie ausführlich abgehandelt. Paebi 21:03, 9. Nov. 2011 (CET)Beantworten

Es geht ja nicht um Argumente gegen eine direkte Demokratie, sondern negative Aspekte der schweizer Ausformung der direkten Demokratie; diese wären in dem Artikel durchaus wünschenswert. So wie er jetzt dasteht, enthält er nur Lob für das Schweizer System. Eine Enzyklopädie sollte aber immer sowohl die positiven als auch die negativen Seiten darstellen; wenigstens bei den ausländischen Zitaten hätte man doch eine kritische Aussage einfügen können!--Operalistener (Diskussion) 21:41, 8. Jan. 2015 (CET)Beantworten

Wer diesen Artikel und die Artikel über die Entstehung der direkten Demokratie in einzelnen Kantonen genau liest, wird unschwer feststellen können, dass die direkte Demokratie erst aus schweren, teilweise blutigen Kämpfen hervorgegangen ist und aus diesem Grund in jedem Kanton eine ganz eigene Ausprägung erhalten hat. Es wird erwähnt, dass sich zum Beispiel die Verfassungskämpfe über Jahrzehnte dahinzogen, wobei einmal die Gegner ein anderes Mal die Befürworter der direkten Demokratie die Mehrheit hatten. Positive und negative Argumente der Befürworter und Gegner der direkten Demokratie sind deshalb in den erwähnten Artikeln zahlreich vorhanden. Das letztendlich ein "guteidgenössischer" Kompromiss ausgehandelt werden konnte, hat nichts damit zu tun, dass man von den Positionen abgerückt worden wäre, sondern, dass beide Seite zur Überzeugung kamen, dass nur die direkte Demokratie ein Überleben der Willensnation Schweiz garantieren konnte. In Bezug auf kritische Aussagen aus dem Ausland, habe ich einen Weblink von Avenir Suisse mit 6 aktuellen (2014) ausländischen Beiträgen hinzugefügt.Paebi (Diskussion) 14:07, 9. Jan. 2015 (CET)Beantworten

Rechtschreibung

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Auch wenn die Schweiz kein ß mehr kennt, die _deutschsprachige_ WP kennt es schon noch, odrr? ;) (nicht signierter Beitrag von 83.65.34.34 (Diskussion) 13:01, 4. Sep. 2013 (CEST))Beantworten

ja, aber nicht für schweizbezogene Artikel. --Alpöhi (Diskussion) 14:01, 4. Sep. 2013 (CEST)Beantworten

Dieser Artikel in der englischen Wikipedia wäre echt toll!

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Schon einige male versuche ich ausländischen Freunden die schweizerische direkte Demokratie zu erklären. Es wäre wirklich absolut grossartig, wenn ein paar engagierte, technisch versierte Wikipedianer diesen Artikel in der englischsprachigen Wikipedia erstellen würden! Es mag sehr patriotisch tönen, aber ich finde die direkte Demokratie wirklich weltweit beispielhaft. Länder wie die USA können ja nichts anderes, als eine der zwei Parties zu wählen, und dann darauf zu hoffen dass entweder die Republikaner oder die Demokratgen das tun, was der Wähler sich wünscht was sie tun solleb. Während wir in der Schweiz jederzeit einen eigen erstellte Gesetzesvorlage zu Volksabstimmung bringen können. Ich weiss es nicht genau, aber ich glaube dies ist weltweit einzigartig. Ich erachte dies als ein echtes Privileg. --User1973 (Diskussion) 16:55, 19. Feb. 2014 (CET)Beantworten

Dieser Artikel in der englischen Wiki??

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Es ist unfassbar, wie Mitteleuropäer in unserem Jahrhundert sich in dermassen naiver, völlig unverfrorener Selbstbeweihräucherung ergehen können wie ein bestimmter Teil der schweizer Bevölkerung, der durch den Schreiber des obigen Abschnitts plastisch repräsentiert wird. Er will doch offenbar tatsächlich den "demokratisch unbedarften Amerikanern" mal kurz aus schweizer Sicht beibringen, was Demokratie ist. Leider zeigt diese in der Schweiz extrem weit verbreitete Geisteshaltung in fast pathologischer Form eine psychologische Grundtatsache der schweizer Gesellschaft auf: Man verdrängt oder ignoriert historische Realitäten und ersetzt sie durch Mythen und Märchen, die als einzigen Zweck die nationale Selbst-Bauchpinselung haben. Schon der Artikel selbst geht sehr sparsam mit der historischen Wahrheit um. Dass die Geschichte der Schweiz - ganz genau wie die der umgebenden Länder - im wesentlichen eine Geschichte der Unterdrückung und Entrechtung der einfachen Bürger war, wird verschwiegen. Man fragt sich, wieso es permanent Bürgerkriege und Aufstände gab in einem Land, in dem angeblich die direkte Demokratie in solcher Blüte stand? Fakt ist, dass das ganze Mittelalter hindurch bis in die Neuzeit der normale Bürger der Schweiz (wenn wir einmal vereinfachend von der Fiktion eines durchgehend bestehenden Staatengebildes "Schweiz" ausgehen) nichts zu sagen hatte, dass er völlig rechtlos war. Die Leibeigenschaft war gegeben wie in anderen Ländern auch. Es gab "Untertanengebiete", die i.w. von einigen grossen Städten kontrolliert wurden, und auch in den grösseren Städten herrschten entweder Aristokraten/Patrizier oder Zünfte. Auch dort, wo es "demokratische" Strukturen gab, war die Anzahl der wählbaren Bürger so auf bestimmte Gruppen begrenzt, dass den Herrschenden die Kontrolle nicht entzogen werden konnte. Wenn man sich im einzelnen die politischen Strukturen der Kantone und Gebiete vor der Neuzeit anschaut, dann ist von Demokratie wenig bis nichts zu entdecken, hingegen viel von Aristokratie und Ständeherrschaft. Es kommt hinzu, dass in der Schweiz offenbar ein allgemeines Missverständnis herrscht, was Demokratie eigentlich bedeutet. Man reduziert sie i.w. auf die direkte Demokratie - und vergisst völlig, dass zu einer funktionierenden Demokratie substantiell der Minderheitenschutz und die Rechtsstaatlichkeit (z.B. Wahrung der Menschenrechte) dazugehören. Schweizer werden dagegen argumentieren, dass diese Rechte in der schweizer Verfassung verankert seien. Das Problem ist allerdings, dass die schweizer Verfassung gerade durch die direkte Demokratie so gestaltet ist, dass sie jederzeit auch in wesentlichen Teilen verändert werden kann (siehe u.a. "Schubert-Praxis"). Die Grundrechte sind damit rechtlich letztendlich beliebige Verfügungsmasse zufällig entstehender Mehrheiten. Anzeichen für die Ausrichtung des Systems auf diese Beliebigkeit ist u.a. das Fehlen einer Verfassungsgerichtsbarkeit. Die schweizer Regierung und die Schweizerische Volkspartei (SVP) haben dieses Dilemma erkannt. Die SVP spielte sogar mit dem Gedanken, deshalb die Menschenrechtskonvention einfach aufzukündigen (s. Aargauer Zeitung vom 15.2.13 "SPV-Präsident will Menschenrechtskonvention kündigen", insgesamt zur Problematik siehe auch NZZ, 28.11.13, "Früher galt, was in der Verfassung stand" u.v.m.).

Fazit: Die amerikanische Demokratie ist - wie jede andere auch - alles andere als vollkommen. Aber das Ansinnen, den Amerikanern mit ihren 320 Millionen Einwohnern die schweizer "direkte Demokratie" als nachahmenswertes Vorbild nahezulegen zeugt einerseits von vollkommener historischer und demokratietheoretischer Unkenntnis, und andererseits von einem unglaublichen nationalen Dünkel. (nicht signierter Beitrag von 2A02:1205:34CE:E4A0:51A7:B09A:FDFE:6AC3 (Diskussion | Beiträge) 16:09, 18. Jun. 2014 (CEST))Beantworten

Du hast teils recht, teils unrecht (gerade die heutige Aktualität, dass die Erschiessung eines Afroamerikaners durch einen weissen Polizisten nicht mal vor Gericht kommt, spricht nun mal gar nicht für die US-Demokratie). Einem neutral geschriebenen en-Artikel über die CH-Dem. steht das dennoch überhaupt nicht im Weg--178.194.84.131 11:14, 26. Nov. 2014 (CET)Beantworten

Gegenseitige Beeinflussung Schweiz - Amerika

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Die Westschweizer Naturrechtsschule hatte großen Einfluss auf die Ausformulierung der Unabhängigkeitserklärung durch Thomas Jefferson, James Madison, John Adams und James Wilson, die die Bücher der Westschweizer Naturrechtsschule kannten und die modernen naturrechtlichen Grundsätze, das personale Menschenbild und das Widerstandsrecht in die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 aufnahmen.

Patrick Henry, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, forderte in der Debatte über die Ratifikation der amerikanischen Verfassung am 7. Juni 1788 seine Kollegen in der Virginia Convention auf, sich die Schweizer zum Vorbild zu nehmen, um ebenso glücklich zu sein. Die Vereidigung des ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, George Washington, am 30. April 1789 verlieh der amerikanischen Schwesterrepublik und ihren vorbildlich libertären und egalitären Werten überragende transatlantische Strahlkraft.

U.S. Department of State: Hillary Rodham Clinton, Secretary of State, 29. Juli 2011 [1]: America’s Founders were inspired by the ideas and values of early Swiss philosophers like Jean-Jacques Burlamaqui and Emer de Vattel, and the 1848 Swiss Constitution was influenced by our own U.S. Constitution. Swiss commitment to democracy is an example for nations and people everywhere who yearn for greater freedoms and human rights. Paebi (Diskussion) 21:08, 18. Jun. 2014 (CEST)Beantworten

Es war, wie Clinton und das Lemma sagen, eine gegenseitige Beeinflussung, v.a. der CH-Föderalismus war eindeutig US-Gepräge--2A02:120B:2C6D:2FA0:F1F0:6903:1AAF:3F5C 11:21, 7. Okt. 2015 (CEST)Beantworten

Gemeindedemokratie

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Diese mittelalterliche Form der D.D. fehlt nach meiner rel. oberflächlichen Betrachtung des Art. gänzlich, sie gehört neben die Landsgemeinde. Gemeindeversammlungen gab es etwa im Kanton Solothurn klar bereits im Mittelalter--178.194.84.131 11:28, 26. Nov. 2014 (CET)Beantworten

Die Gemeinde wird auf der zweiten Zeile als Staatsebene und an verschiedenen Orten im Artikel erwähnt. Es ist vermutlich unbestritten, dass sich die direkte Demokratie von der untersten Ebene, den Gemeinden her entwickelt hat. Dies wird auch in den Artikeln zur Entstehung der direkten Demokratie in verschiedenen Kantonen (zum Beispiel: Direkte Demokratie im Kanton Luzern) weiter ausgeführt sowie im Artikel Gemeindefreiheit. Ich möchte den bereit sehr langen Artikel auch nicht überladen, weil das dann Leser eher abschreckt. Paebi (Diskussion) 11:50, 26. Nov. 2014 (CET)Beantworten

Dazu reicht ein Satz z.B. oben bei Landsgemeinde, dass es bereits im Mttelalter verbreitet Gemeindeversammlungen gab! Ich hab keine Literatur zur Hand und auch keine Zeit zum Recherchieren, aber wenn du mir die Sichtung zügig machst, setz ich den Satz gerne ein. Sicherer wärs, wenn du es als Angemeldeter machen würdest.

Du musst einfach sehen, dass ich das mal im Hauptartikel Gs der Schweiz formuliert habe (damals noch legal quellenlos, wie früher erlaubt), und dass mir das ein Hohlkopf mit dem Argument, das habe es erst im 19. Jh. gegeben, gelöscht hat.... So etwas kennen die wenigsten SchweizerInnen richtig

IP 178...=--92.106.32.121 13:07, 27. Nov. 2014 (CET)Beantworten

Ich habe das jetzt gemacht. Schaue es Dir einmal an. Paebi (Diskussion) 16:06, 27. Nov. 2014 (CET)Beantworten

Tipptopp, danke--92.106.32.121 16:32, 27. Nov. 2014 (CET)Beantworten

Halbdirekte Demokratie???

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Letztes Mal, als ich an der Uni die Geschichte der Schweiz und deren Demokratie durchgenommen habe, waren wir noch eine halbdirekte Demokratie. Ich will nicht den ganzen Artikel als solches kritisieren, aber den SVP-Touch gibt dem ganzen keine akademische Berechtigung und macht einige Aussagen nicht wahrer...--130.92.254.55 13:42, 16. Jul. 2015 (CEST)Beantworten

Sehr wahrscheinlich weiss man an der Uni auch nicht mehr so genau Bescheid, seit man den Lehrstuhl zur Schweizer Geschichte abgeschafft und alle nicht marxistisch orientierten Professoren entfernt hat. Tatsache ist, dass es sowohl direkte als auch halbdirekte Elemente gibt. Wenn man spitzfindig sein will, wäre halbdirekt ebenso falsch wie direkt. Da der direkte Anteil in der Praxis nirgendswo grösser als in der Schweiz ist, ist es allgemein üblich von direkter Demokratie zu sprechen. Paebi (Diskussion) 15:32, 16. Jul. 2015 (CEST)Beantworten
Interessant, deine Aussage bez. Dezimierung von Schweizer GS. Eine kurze Google-Recherche zeigt, dass Uni Bern noch eine Abteilung hat, Uni ZH offenbar noch für einzelne Bereiche wie Reformations-GS, und am schlechtesten der Grossen dotiert - kleine Ueberraschung nur - Uni BS, wo es immerhin noch einzelne Professoren oder Nebenfach-Dozenten gibt, wie etwa Bernhard Degen. Etwas weniger schwarz-weiss gemalt scheinst du weitgehend recht zu haben. Kunststück, die meisten Professuren in der Schweiz allgemein sind in diesem masochistischen Land heutzutage ohnehin Deutsche.... Gruss--2A02:120B:2C6D:2FA0:F1F0:6903:1AAF:3F5C 11:08, 7. Okt. 2015 (CEST)Beantworten

Ökonomische Aspekte

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Hier steht etwas zur Schuldenbremse, im Artikel Schuldenbremse (Schweiz) werden diese Aussagen jedoch nicht bestätigt. Woher also stammt die hiesige Sichtweise? --88.70.132.65 15:21, 13. Feb. 2020 (CET)Beantworten

Im Artikel steht, dass es Parlament und Volk (dank der direkten Demokratie) gelungen ist, eine Schuldenbremse einzuführen. Das steht auch im Artikel Schuldenbremse. Wo soll da ein Unterschied sein?
Im Artikel Schuldenbremse steht auch: "Prinzipiell, so das Gutachten, stehen der Anwendung einer Schuldenbremse nach Schweizer Vorbild die abweichenden institutionellen Rahmenbedingungen entgegen. Vor allem das Fehlen direktdemokratischer, budgetrelevanter Entscheidungsverfahren und die geringere Unabhängigkeit des Bundestages gegenüber der Regierung dürften eine Übertragung der Schweizer Schuldenbremse erschweren". Paebi (Diskussion) 10:06, 15. Feb. 2020 (CET)Beantworten

Überarbeitung

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In den kommenden Monaten möchte ich mich der Überarbeitung dieses Artikels widmen, der meines Erachtens einer umfassenden Revision bedarf. Wenngleich der Hauptautor leider nicht mehr unter uns weilt, möchte ich die Änderungen zuerst diskutieren, um Konflikte zu vermeiden.

Ein Problem des Artikels zeigt sich schon am Lemma. Nur das direkte Element der ansonsten repräsentativen Demokratie kommt zur Sprache. Die direkte Demokratie ist (mit dem Föderalismus) wohl das identitätsstiftende Element der Schweiz. Die effektive Rechtsetzung erfolgt aber nur selten durch das Volk. Die Schweiz ist «im Grundbetrieb eine repräsentative Demokratie» (Pierre Tschannen).

So, wie ich das sehe, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, das Thema zu überarbeiten. Entweder man benennt den umseitigen Artikel in Demokratie in der Schweiz um oder man erstellt einen neuen Artikel und verweist auf diesen hier, in dem dann nur die direkte Demokratie abgehandelt wird. Ich plädiere für die erste Variante, denn dieser Artikel hat einige Mängel und es wäre einfacher und effizienter, nochmals von vorne zu beginnen. Ausserdem: Wenn man alles streicht, was nicht zum Thema gehört, so verliert der vorliegende Artikel zu stark an Substanz. So würde ich die Abschnitte Begriff und Forschungsobjekt, Die Dimensionen der direkten Demokratie in der Schweiz, Die genossenschaftlichen Wurzeln, Die philosophischen Grundlagen, Die föderalistische Ordnung der Schweiz, Staatsverständnis, Bewaffnete Neutralität und Aussenpolitik, Gewaltenteilung und Gewaltenhemmung und Öffentlichkeitsprinzip restlos löschen, da sie a) meines Erachtens schlicht unwichtig sind oder überdimensioniert dargestellt werden oder b) Themen ansprechen, die zuerst einmal nichts mit der Demokratie direkt zu tun haben oder zu allgemein sind. Streicht man all das weg, bleibt kaum noch etwas, was einen eigenen Artikel rechtfertigt.

Allgemein verzettelt sich der Artikel, verliert sich in Nebensächlichkeiten und versagt darin, die Grundelemente der schweizerischen Demokratie aufzuzeigen. Andere Abschnitte wie Kompromisse und Konkordanz sind wichtig und richtig. Man muss sie jedoch als Zusammenspiel von repräsentativer und direkter Demokratie begreifen. In einem Artikel, der nur die direkte Demokratie abhandelt, sind sie Fehl am Platz.

Was den Geschichtsteil anbelangt, so muss auch dieser stark überarbeitet werden, denn die Aussagen sind nicht nachvollziehbar. Die zitierten Werke enthalten keine Seitenzahlen und sind somit als Belege unbrauchbar. Die Beleglage ist ohnehin ein Problem bei vorliegendem Artikel, der nicht auf übergeordneter Sekundärliteratur, sondern in weiten Teilen auf journalistischen Berichten aufbaut.

In meiner Benutzerunterseite findet ihr ein mögliches Grundgerüst. Wie ihr seht, ist das aber noch lange nicht ausgereift. Liebe Grüsse, --FWS AM (Diskussion) 17:25, 17. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Die Analyse von FWS AM ist m.E. zutreffend. Aus früheren Diskussionen geht hervor, dass er da nicht der Erste ist, und die Reaktionen des Hauptautors zeigen ein doch recht ideologisch verbrämtes (siehe die polemischen Ausfälle gegen die Geschichtswissenschaft!) und aus historischer, staatsrechtlicher und politologischer Sicht nicht haltbares Verständnis. Das Lemma des jetzigen Artikels deckt nur einen, gewiss nicht unwichtigen Aspekt der Demokratie ab; der Artikel scheint aber davon auszugehen, dass er damit die schweizerische Demokratie im Allgemeinen darstellt. Demokratie ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als repräsentative Demokratie erkämpft worden; auf dieser Grundlage ist sie schrittweise durch direktdemokratische Elemente ergänzt worden. Und auch im 21. Jahrhundert wird der Inhalt von Verfassung und Gesetzen zum überwiegenden Teil durch das Parlament geschaffen, mit einziger Ausnahme der seltenen erfolgreichen Verfassungsinitiativen (für deren rechtlich häufig schwierige Umsetzung dann auch wieder das Parlament zuständig ist).
Die Variante 1 ist die richtige Wahl; das präsentierte Grundgerüst eine gute Basis. Das Unterfangen ist allerdings sehr ambitiös - ich wünsche FWS AM die nötige Energie, aber auch Geduld und Sorgfalt. Bei Bedarf unterstütze ich ihn gerne. --Graf1848 (Diskussion) 21:51, 20. Jun. 2023 (CEST)Beantworten
Ja, dieses Projekt ist ehrgeizig. Ich denke aber, dass sich der Aufwand bei einem so wichtigen Thema lohnt. Da ich nun den Artikel zum Föderalismus soweit abgeschlossen habe, ist es etwas Zeit frei geworden. Ausserdem beginnen bald meine Schulferien; die Arbeiten an diesem Artikel werden mich jedoch sicherlich bis Ende Jahr, wahrscheinlich aber darüber hinaus begleiten. --FWS AM (Diskussion) 07:14, 21. Jun. 2023 (CEST)Beantworten
Guten Mut und Durchhaltevermögen bei deinem Vorhaben wünscht --B.A.Enz (Diskussion) 19:03, 21. Jun. 2023 (CEST)Beantworten

Abschnitt Geschichte

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Der Abschnitt Geschichte ist derzeit so gestaltet, dass die Geschichte auf Bundesebene getrennt von jener auf Kantons- und Gemeindebene erläutert wird. Dieser Weg hat den Vorteil, dass er "einfacher" für den Leser ist. Wenn sich der Leser beispielsweise nur für den Teil auf Bundesebene interessiert, muss er sich nicht durch den Kantonsteil "wühlen", sondern findet das, was er sucht, auf dem Silbertablett serviert. Darunter leidet jedoch m. E. die Qualität des Artikels sowie dessen Dichte und Niveau. Deswegen befürworte ich eine chronologische Darstellung nach Epochen und Zeitperioden, wobei alle drei Staatsebenen zusammen dargestellt werden. Das ist für jene, die etwas Bestimmtes suchen, weniger komfortabel, da sie mehr Text lesen müssen. Nur so können aber Verknüpfungen zwischen der demokratischen Entwicklung auf Bundes- und Kantonsebene hergestellt werden. Ohnehin glaube ich nicht, dass man das so trennen sollte, da die kantonalen Demokratien ja als Vorbild für die Bundesdemokratie im 19. Jahrhundert dienten. Bevor ich jedoch mit dem Geschichtsteil anfange, möchte ich das mit euch besprechen. Was denkt ihr, @Graf1848, @B.A.Enz (und natürlich alle anderen Benutzer, die hier mitlesen)? --FWS AM (Diskussion) 09:21, 18. Jul. 2023 (CEST)Beantworten

Wenn ich mich auch in diese bzw in die schon weiter oben geführte Diskussion einklinken darf:
Du solltest bei deinem verdienstvollen Vorhaben die Geschichte vor 1798 nicht gering schätzen, insbesondere die genossenschaftlichen Wurzeln. Zur kommunalen Selbstverwaltung (=Demokratie) in Graubünden, die die Walser seit dem Hochmittelalter pflegten, hat immerhin der weltberühmte Politologe Benjamin Barber seine Dissertation geschrieben: The Death of Communal Liberty. A History of Freedom in a Swiss Mountain Canton". Und der Basler Historiker Adolf Gasser fand nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in Deutschland viele Anhänger, als er die Gemeindefreiheit (=Demokratie) zur "Rettung Europas" empfahl. (Die ersten Treffen für eine europäische Einigung fanden in der Schweiz statt.)
Nur dank der Verbindung von Tradition (Genossenschaft) und Revolution (Napoleon) entstand unsere ganz eigene Form der direkten Demokratie. Der Spezialist für dieses Thema ist Rolf Graber, sein Hauptwerk wird in der Literatur zwar aufgeführt, aber im Artikel nicht weiter verarbeitet: Demokratie und Revolte. Die Entstehung der direkten Demokratie in der Schweiz. Chronos 2017. Im September kommt, wieder bei Chronos, sein nächstes Buch heraus: Labor der direkten Demokratie. Konkurrierende Wahrnehmungen der politischen Mitbestimmung in der Schweiz. Der erste Satz in der Ankündigung heisst: "Schon im 16. Jahrhundert wird die politische Ordnung der alten Eidgenossenschaft als Besonderheit wahrgenommen."
Ich habe 2017 in der NZZ über Rolf Graber und seine Arbeit geschrieben: https://www.nzz.ch/feuilleton/schweizer-geschichte-wie-das-volk-fuer-seine-herrschaft-kaempfte-ld.1308010
Ich hänge die Abschnitte zum Forschungsstand, an der Paywall vorbei, hier rein, weil sie von allgemeinem Interesse sein können:
Der Historiker aus Kreuzlingen, der als Mittelschullehrer in Winterthur und als Titularprofessor an der Universität Zürich lehrte, setzt sich mit der Demokratie auf Schweizer Art auseinander, seit er für seine Habilitation vor fünfzehn Jahren die Volksunruhen in der Helvetik erforschte. Er war und ist dabei fast allein: Anhand der Schweizer Geschichte als «einzigartiges Laboratorium der direkten Demokratie» liessen sich zwar Fragen erörtern, die weltweit die Menschen bewegen; die Schweizer Geschichtsforscher kümmern sich aber kaum darum.* Die wichtigsten Beiträge stammen von den Professoren Martin Schaffner in Basel und Andreas Suter in Bielefeld, beide inzwischen emeritiert, sowie von René Roca, der sein eigenes «Forschungsinstitut direkte Demokratie» führt. An den Schweizer Hochschulen fragt niemand mehr danach. (...)
Wie die (halb)direkte Demokratie in der Schweiz heranwuchs, erklärten bisher zwei Denkschulen. Die eine Schule, jene um den ehemaligen Berner Geschichtsprofessor Peter Blickle, sah den «Kommunalismus» als Ursprung: Im oberdeutschen Raum genossen die Gemeinden im Spätmittelalter eine weitgehende Selbstverwaltung; in der Eidgenossenschaft, sogar in den Untertanengebieten, behielten sie diese Vorrechte auch in der frühen Neuzeit, denn die Herren in den dreizehn Orten konnten, anders als die absolutistischen Herrscher, nach dem blutigen Bauernkrieg von 1653 keine Steuern eintreiben, also auch kein Söldnerheer aufstellen und keinen Staat ausbauen. Die andere Schule, um den Zürcher Staatsrechtler Alfred Kölz, feierte den Einmarsch der Franzosen von 1798, der auch den Eidgenossen die Menschenrechte und damit die liberal-repräsentative Demokratie brachte. Als derzeit prominenteste Stimme spitzt Thomas Maissen diese Sicht zur Provokation zu: Die Schweiz, wie wir sie heute schätzen, gibt es nur dank Napoleon.
Damit liegt er nicht ganz falsch, wie Rolf Graber meint: Erst die Impulse der Aufklärung und der Französischen Revolution ermunterten das Volk in den Gemeinen** Herrschaften und den Untertanengebieten, die politische Gleichstellung einzufordern, indem es darauf pochte, dass die Freiheit als Naturrecht allen Menschen zustehe. Aber das reicht nicht als Erklärung, wie der Historiker zeigt: Die Ideale der Französischen Revolution setzten sich in der Schweiz – als einzigem Land Kontinentaleuropas – nur durch, weil sich die Freiheitsfreunde auf den rebellischen Ursprung der Eidgenossenschaft beriefen.
* Darum wohl die Kritik des verstorbenen Hauptautors an der Geschichtswissenschaft.
** Sorry, @Freigut , das stand so in der NZZ :-) --SchaerWords (Diskussion) 12:36, 18. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Antwort in aller Kürze an FWS AM: Beide Pfade sind denkbar. Wie aber schon von SchaerWords angemerkt, sollte die Zeit vor 1798 nicht vergessen gehen – und das betrifft gefühlt kaum die Bundesebene. Bei der aktuellen Darstellung der Geschichte stört mich eigentlich nur, dass sie auf zwei grosse Abschnitte aufgeteilt ist und die Chronolgie nur teilweise beachtet: «2. Entstehung und Entwicklung der demokratischen Institutionen» (mit drei Unterabschnitten: GR / Kantone & Gemeinden / Bund) und «3. Die genossenschaftlichen Wurzeln». Das sollte sicher geändert werden.
Ergo: Wie der historische Teil (den es auf jeden Fall braucht) strukturiert wird, ist dir als Generalüberholer, wenn man das so sagen darf, überlassen. Vielen Dank für deine Arbeit sagt --B.A.Enz (Diskussion) 20:14, 18. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Es versteht sich von selbst, dass die Zeit vor 1848 auch behandelt wird, wenngleich der Bund noch nicht existierte. Ich fragte deshalb, weil vielleicht ja einer von euch eine Präferenz bezüglich der Struktur hat. @SchaerWords: Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag mit den wertvollen Hinweisen, die mir beim Erstellen des Abschnitts sicher helfen werden. --FWS AM (Diskussion) 20:25, 18. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Es gibt noch die Rechtsgeschichte von Pahud de Mortanges und die hübsche kleine Publikation The Sister Republics (Letztere über die Einflüsse USA > Schweiz und später vice versa). Habe sie zwar zu Hause, aber derzeit keinen Zugriff auf sie, da ich in England bin. Gruss aus Rosthwaite, --Freigut (Diskussion) 21:26, 18. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Ja, gewiss, die Geschichte vor 1798 spielt auch eine Rolle, aber man sollte sie auch nicht überschätzen! In der Schweiz konnten sich anders als im übrigen Kontinentaleuropa keine absoluten Monarchien etablieren. Aber mit Demokratie hatte das sehr wenig zu tun; politische Rechte hatten nur Minderheiten, in der Innerschweiz etwas breiter abgestützt (i.d.R. die seit langer Zeit Ortsansässigen, wobei Familienclans auch eine wichtige Rolle spielen, z.T. bis in die jüngste Vergangenheit...), in den übrigen Kantonen, soweit sie überhaupt bereits Teil der Alten Eidgenossenschaft waren, herrschten winzige Minderheiten der regierenden Familien. Demokratie konnte erst auf der Grundlage der Ideen (und der hinter den Ideen stehenden wirtschaftlichen Interessen des aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung erstarkenden Bürgertums) der Aufklärung und der Französischen Revolution entstehen. Dass sie sich anders als anderswo in Europa durchsetzen konnte, lag daran, dass keine absoluten Monarchien mit ihren wirtschaftlichen und militärischen Ressourcen zu überwinden waren, sondern nur die etwas marode gewordenen oligarchischen Familienrégimes des Ancien Régime – insofern haben die Vorfahren dieser herrschenden Familien, indem sie Jahrhunderte zuvor den Feudalismus überwunden haben, tatsächlich Voraussetzungen geschaffen. Wie ich weiter oben ausgeführt habe: "Demokratie ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als repräsentative Demokratie erkämpft worden; auf dieser Grundlage ist sie schrittweise durch direktdemokratische Elemente ergänzt worden." Hinter der Überschätzung der "genossenschaftlichen Wurzeln" der Eidgenossenschaft steht die weit verbreitete Überschätzung der direkten Demokratie gegenüber der repräsentativen Demokratie - es ist eben so, dass man die Besonderheiten gegenüber den allgemeinen Gegebenheiten gerne überschätzt. Wie auch oben ausgeführt: "Auch im 21. Jahrhundert wird der Inhalt von Verfassung und Gesetzen zum überwiegenden Teil durch das Parlament geschaffen." Zur Frage von FWS AM: Ja, ich finde es völlig richtig, die Staatsebenen des Bundes und der Kantone zu verknüpfen und synchron darzustellen, nur so kann man die wichtigen Schritte der demokratischen Entwicklung im Bund 1848, 1874 und 1891 verstehen: Die repräsentative Demokratie wurde zuerst in einem Teil der Kantone erkämpft und anschliessend vom Bund übernommen; mit den ergänzenden direktdemokratischen Elementen verlief es ebenso. Grundlegend dafür sind die beiden Werke von Alfred Kölz (Neuere schweizerische Verfassungsgeschichte; ein Band zur Zeit von 1798 bis 1848, ein Band zur Zeit seit 1848). Brillant ist die staatsrechtliche Dissertation von Dian Schefold: "Volkssouveränität und repräsentative Demokratie in der schweizerischen Regeneration 1830-1848", leider nur schwer aufzufinden (in der Nationalbibliothek gibt es ein abgegriffenes Ex.). Als Historiker, der ich "von Haus aus" bin, muss ich neidlos anerkennen, dass die Staatsrechtler die besten historischen Analysen liefern; bei den Historikern werden häufig die elementaren staatsrechtlichen und auch politologischen Aspekte zu wenig berücksichtigt. --Graf1848 (Diskussion) 22:34, 18. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Das sind jetzt eben – live – die beiden Denkschulen, @Graf1848 :-) Weinfelden, wo ich zeitlebens offiziell wohnhaft war und jetzt auch Bürger bin, weil ich diese Tradition pflegen möchte, war eine Gerichtsherrschaft (ab 1614 der Stadt Zürich) in einer Gemeinen Herrschaft der Eidgenossen. Aber das Dorf hatte, wie die anderen im Thurgau, eine kommunale Selbstverwaltung, weil sich die Gemeingüter nur so bestellen liessen. Natürlich blieben diese demokratischen Mitspracherechte – wie oben erwähnt – auf die Eingesessenen mit Besitzansprüchen beschränkt, an den Haushalt(svorstand) und auch die Wehrhaftigkeit gebunden. (Das erklärt nach meiner Meinung einige Eigenheiten der Schweizer Demokratie, bis hin zur späten Einführung des Frauenstimmrechts.) Auf die überlieferten Rechte griff das Volk zB im Stäfnerhandel 1794/95 zurück. Diese Wurzeln sollten wir gebührend würdigen – eben: Bei Rolf Graber findet sich alles dazu.
(Am Beispiel des Thurgaus stellt die ausgezeichnete Diss von Paul Rosenkranz – Geschichtslehrer in Luzern und Gemeindepräsident von Horw – den durch Napoleon erzwungenen Übergang dar: Die Gemeinden im Thurgau vom Ancien Régime bis zur Ausscheidung der Gemeindegüter 1872, 1969, https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=tbg-001%3A1969%3A106%3A%3A4#258 . Und ich schreibe gerade eine Rezension eines Buches, in dem es um genau diese Fragen geht: Fernanda Pedrina, Gemeinbesitz in den Tessiner Alpen. Sie ist Kinderpsychiaterin in Zürich, aber auch Patrizia von Airolo – sie redet, wie seit dem Hochmittelalter üblich, bei der Verwaltung der Gemeingüter mit.) --SchaerWords (Diskussion) 08:08, 19. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Ein schönes Zitat von Paul Rosenkranz – eine Leitlinie für die Arbeit hier:
Regionalismus und Selbstverwaltung sind zu einem europäischen Problem geworden, seit der Staat im Spätmittelalter jene Züge von Hobbes' Leviathan anzunehmen beginnt, der alle Freiheit bedroht. Es geht also nicht zuletzt um das Problem der Freiheit, und die gewählte Zeitspanne umfasst sowohl die korporative Libertät des Ancien Régime als auch den das ganze 19. Jahrhundert prägenden Kampf um die Durchsetzung der Freiheit, wie sie die Französische Revolution verstand. Alte und neue Freiheit, wie Leonard von Muralt sie nannte (die beiden Denkschulen!), ihre Beschaffenheit und Bedeutung, aber auch ihre gegenseitige Beeinflussung sollen beleuchtet werden, und sie müssen wohl vor allem auf der untersten und ersten Stufe unseres staatlichen Lebens erkennbar sein, wo Idee und Wirklichkeit beieinander sind. --SchaerWords (Diskussion) 08:26, 19. Jul. 2023 (CEST)Beantworten

Löschung des Abschnitts „Bedrohungen“

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@Hadi: Ich löschte den Abschnitt deshalb, weil er fehl am Platz ist, denn er gehört in den Geschichtsteil, zumal die Vollmachtenregime keine Bedrohung mehr darstellen. Wenn du möchtest, kann der Abschnitt auch drinnbleiben, bis der Geschichtsteil überarbeitet wurde – für mich ist das unerheblich. --FWS AM (Diskussion) 21:27, 19. Jul. 2023 (CEST)Beantworten

Danke @FWS AM, für deine Erläuterungen. Gerne drin lassen und ev. später in den Geschichtsteil verschieben. --HaDiDiskussion21:40, 19. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Dass "die Vollmachtenregime keine Bedrohung mehr darstellen" ist ein guter Witz. Der Zürcher Staatsrechtler Zaccaria Giacometti, legendärer Kämpfer gegen das Vollmachten-Regime, wurde nie so häufig zitiert wie in den Corona-Jahren. --SchaerWords (Diskussion) 12:06, 20. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Wie ist das zu verstehen? Die Vollmachtenregime sind ein Ereignis aus vergangener Zeit und gehören daher in den Geschichtsabschnitt. Dass die Praxis damals, wie gewisse Stimmen in der Schweizer Politik behaupten, mit dem Erlass von Notverordnungen während der COVID-19-Pandemie vergleichbar ist, habe ich weder verneint noch bejaht – und das sollten wir auch nicht, da unsere persönlichen politischen Ansichten nichts zur Sache tun und deswegen irrelevant sind. --FWS AM (Diskussion) 13:37, 20. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Kein Problem, ich wollte nur unterstreichen, dass das Vollmachtenregime nicht nur ein historisches Ereignis (wie bisher im Artikel formuliert), sondern eine permanente Bedrohung (wie es der Abschnittstitel sagt) für die Demokratie ist: Jede Regierung neigt dazu, sich darin einzurichten, weil das Regieren mit Vollmachten viel bequemer ist. Diese Debatte wurde auch in den Corona-Jahren zu recht geführt – das kann man ohne jede persönliche Meinungsäusserung feststellen. Ich schliesse mich deshalb @Hadi an und meine eben, dass das Vollmachtenregime grundsätzlich als Bedrohung diskutiert werden sollte. --SchaerWords (Diskussion) 14:12, 20. Jul. 2023 (CEST)Beantworten
Übrigens haben sich die Schweizer Erfolgsfaktoren, die du verdienstvollerweise darstellst – Subsidiarität, Föderalismus, direkte Demokratie –, ja gerade in den Corona-Jahren bewährt. --SchaerWords (Diskussion) 15:08, 20. Jul. 2023 (CEST)Beantworten